Mit Power den Berg hoch
Wertvolle Stocktechniken beim Trailrunning
Trailrunning ist mehr als nur Laufen – es ist Natur, Freiheit und Herausforderung in einem. Wer dabei das Maximum aus seinem Lauf holen will, sollte ein oft unterschätztes Tool nicht vergessen: Stöcke. Richtig eingesetzt, sind sie wahre Kraftverstärker – besonders bergauf. In diesem Beitrag zeigen wir dir drei clevere Techniken, mit denen du effizienter und kraftsparender unterwegs bist.

1. Doppelstock – maximale Power für steile Anstiege
Hier setzt du beide Stöcke gleichzeitig ein und ziehst dich mit kräftigem Armschwung nach vorne. Wichtig: Die Arme nur so weit nach vorne führen, dass du noch optimal Druck aufbauen kannst. So entsteht echte Hebelwirkung, die dich den Berg hinaufzieht.
Ideal für: steile Passagen mit über 15 % Steigung oder wenn die Beine gegen Ende deines Laufs schon müde sind.
2. Versetzter Doppelstock – im Rhythmus bleiben
Diese Technik ist besonders effektiv bei moderatem Tempo. Der rechte Stock wird zusammen mit dem rechten Fuß aufgesetzt, danach folgen zwei Schritte ohne Stockeinsatz – dann ist die linke Seite dran. Du nutzt also abwechselnd nur einen Stock pro Zyklus.
Vorteil: du bleibst im Flow, sparst Energie und entlastest trotzdem gezielt deine Beinmuskulatur.


3. Diagonalschritt – für geübte Läufer:innen
Hier kommt Bewegung ins Spiel: Du setzt den Stock immer zusammen mit dem gegenüberliegenden Fuß ein – also rechts mit links, links mit rechts. Diese Methode erfordert etwas Übung, gibt dir aber ordentlich Vortrieb und kann dein Tempo auf kurzen, schnelleren Abschnitten spürbar steigern.
Effektiv bei: moderaten Steigungen und in Gelände, wo du zügig unterwegs sein willst.
3 Technik-Tipps, die den Unterschied machen
Nur Stöcke dabeihaben reicht nicht – die richtige Anwendung macht den Unterschied. Mit diesen drei Tipps holst du das Beste raus:
Der richtige Winkel zählt: Der Stock sollte in einem Winkel unter 90° zum Boden eingesetzt werden. So nutzt du die Kraft deiner Arme optimal für den Vortrieb.
Spitze auf Höhe der Zehenspitze: Egal ob bei der Doppel- oder Diagonaltechnik – setze die Stockspitze in etwa auf Höhe des vorderen Fußes auf. Das gibt dir Stabilität und Effektivität.
Durchziehen oder locker lassen: Je nach Tempo kannst du den Stock kraftvoll bis hinter den Körper führen oder bei höherer Schrittfrequenz auf Hüfthöhe abbremsen. Dabei gegen Ende den Griff lockern und nur noch mit Daumen und Zeigefinger führen. Achte auf eine saubere, gerade Stockführung in Laufrichtung.

Fazit: Clever stocken, leichter laufen
Ob steil, schnell oder technisch – mit den richtigen Stocktechniken wirst du effizienter, kräfteschonender und sicherer unterwegs sein. Probier’s aus und erlebe, wie viel mehr in dir steckt, wenn du mit System bergauf läufst. Mehr Kontrolle, mehr Power, mehr Spaß am Trail!
Hier findest du eine Auswahl an passenden Trailrunning Stöcken und Ausrüstung:




